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Die Macht der Gedanken

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Der Mensch soll nach Vermutungen der Wissenschaftler rund 65.000 Gedanken jeden Tag denken. Nur rund 10% unterscheiden sich vom gestrigen Gedankengut; und mindestens 60% sind unwesentliche oder sogar unfreundliche Gedanken. Dabei nutzen wir nur einen kleinen Teil unserer möglichen Denk-Kapazitäten.

Unser Weltbild setzt sich zusammen aus einer Unmenge an Glaubensmustern, Glaubenssätzen und Kernüberzeugungen. Dinge die wir glauben oder meinen glauben zu müssen, Dinge die wir aus eigenem Erleben wissen oder meinen zu wissen oder Dinge, von denen uns jemand erzählt hat, dass sie so sind.

 

Jeder Mensch bildet sich Meinungen über die eigene und andere Personen, über intellektuelle Werte, Moral, die Umwelt in der wir leben, die Familie und letztendlich über Dinge die man tun oder auch nicht tun sollte.

Gedanken formen sich zu festen, teilweise unbewussten Vorstellungen, denen wir uns ganz natürlich unterwerfen, meist ohne darüber nachzudenken. So bestimmen Gedanken unsere Erwartungen, Einstellungen und Handlungen. Aber wo genau entstehen diese Bilder in "unserem Kopf"? Die Wissenschaft hat zwar bestimmte Hirnregionen identifizieren können, so weiß man genau, wo das Sprach-, Seh-, Hör- oder Geruchszentrum sitzt. Die Areale, die auf entsprechende Reize reagieren, können per Computer sichtbar gemacht werden. Allerdings ist man sich noch lange nicht sicher, wo z.B. das Gedächtnis sitzt und wie es funktioniert.

Neuroforscher können zwar bereits im Tierversuch gezielt Gedächtnisinhalte löschen, allerdings handelt es sich bei diesen Gedächtnisinhalten um antrainiertes Verhalten. So lernen Ratten wenn sie einen bestimmten Weg gehen, durch einen Stromstoß, dies Gebiet zu meiden (erlernte Angst). Injizieren die Forscher in einem klar definierten Zeitfenster einen Dopaminblocker (Dopamin ist ein sogenannter Botenstoff oder Neurotransmitter und die Vorstufe von Adrenalin und Noradrenalin, es wird oft als "Glückshormon" bezeichnet) in den Hippocampus (Teil des limbischen Gehirns), ließen sich diese Angstreaktionen löschen. Beim Menschen scheint der Betablocker Propranolol auf die Rezeptoren des Stresshormons Adrenalin abschwächend zu wirken (Adrenalin fördert die Gedächt-nisbildung). Ob solche Art der Manipulationen im Gehirn ein Segen oder ein Fluch sind - das sei hier dahingestellt.

Gedanken können als elektrische Impulse sichtbar gemacht werden (Neurofeedback), eine faszinierende Möglichkeit um Krankheitsursachen beeinflussen zu können. So zeigen die Experimente von Dr. Ute Strehl vom Tübinger Institut für Medizinische Psychologie, das Epileptikern, die auf Medikamente nicht reagierten, ein Neurofeedback-Training helfen kann; dabei lernen die Probanden, die Erregung im Gehirn die einem epileptischen Anfall vorausgeht, gezielt zu hemmen. Dazu stellen die Patienten sich geistige Bilder intensiv vor, z.B. ein entspannendes Bad, ein Glas Rotwein vor dem Kamin oder auch einfach nur eine bestimmte Farbe, die Möglichkeiten sind individuell.

Gedanken beeinflussen das tägliche Leben und auch das persönliche Wohlbefinden und die innere Zufriedenheit. Dazu kannst du einen Test persönlich vornehmen. Stelle dich entspannt vor einen körpergroßen Spiegel und schließe die Augen.

Jetzt stell dir für 3-4 Minuten intensiv vor, wie öde das Leben ist, wie blöd die Menschen deiner Umgebung, wie schlecht du dich fühlst, wie hässlich, unattraktiv und langweilig du bist. Stell dir das intensiv vor, dann öffne die Augen und sieh in den Spiegel ... wie ist dein Gesichtsausdruck, wie deine Haltung?

Danach strecke dich einmal richtig und schüttle die Arme und Beine leicht aus. Stelle dich wieder vor den Spiegel und stell dir mit geschlossenen Augen jetzt intensiv vor, wie schön das Leben ist, wie toll die Menschen in deiner Umgebung, wie attraktiv, witzig und unwiderstehlich du bist, wie super du dich fühlst ... öffne die Augen, was siehst du, wie ist dein Gesichtsausdruck, wie deine Haltung?

Du siehst, Gedanken sorgen auch für deine Ausstrahlung und deine körperliche Haltung. Dazu gibt es ein Experiment in dem Versuchspersonen vorgegaukelt wurde, sie nähmen an einer Versuchsreihe zum Zusammenhang von Muskelreaktion und Hautleiterfähigkeit teil. Sie wurden dazu angehalten eine bestimmte Körperhaltung einzunehmen.

Gruppe A saß gekrümmt in sich zusammengesunken da, Gruppe B saß aufmerksam und aufrecht, jeweils acht Minuten ohne sich zu bewegen. Anschließend legte man den Versuchspersonen eine Reihe Tests vor, die vermeintlich Ergebnisse zum räumlichen Denken liefern sollte und aus komplizierten, allesamt unlösbaren Puzzleaufgaben bestand. In Wahrheit ging es darum festzustellen, ob die jeweiligen Gruppenteilnehmer ein unterschiedliches Durchhaltevermögen zeigen würden. Und das Ergebnis: Die Gruppe die gekrümmt dagesessen hatte, gab wesentlich früher auf, als die Gruppe, die aufrecht dagesessen hatte.

Daraus lässt sich schließen, dass Gedanken weit mehr ausrichten, als bisher angenommen.  

 
 

Wenn du dich das nächste Mal mutlos, ängstlich oder niedergeschlagen fühlst, dann achte doch mal bewusst auf deine Körperhaltung. Sitzt oder stehst du irgendwie gekrümmt oder zusammengesunken? Ziehst du die Schultern eher nach vorn und unten statt nach oben und hinten? Ist dein Blick eher nach unten gerichtet? Solche Körperhaltungen sind ein sichtbarer Ausdruck der ablaufenden negativen Gedanken.

Leider sind in der heutigen Zeit bei der überwiegenden Zahl der Menschen die Gedanken vorwiegend negativ. Bedingt durch die Arbeitsweise des Gehirns (unseres Bewusst- / Unterbewusstseins) wird auch jeder negative Gedanke umgesetzt. Es ist völlig egal was du denkst, dein "Gehirn" wird mit voller Kraft dafür sorgen, dass du so lebst wie du denkst.

Fast jeder Mensch hat die Angewohnheit "Selbstgespräche zu führen". Es gibt unzählige Selbstgespräche, die oft völlig unbemerkt ablaufen. Z.B.:

  • ich komme mit meiner Arbeit einfach nicht voran…

  • ich habe heute einen schlechten Tag…

  • ich kann das einfach nicht…

  • mit ihm (oder ihr) bekomme ich immer Streit…

  • ich bin zu dick…

  • ich weiß, dass er (oder sie) mich nicht mögen wird…

  • warum sollte ich es versuchen, es wird ja doch nicht klappen…

  • ich habe ein miserables Gedächtnis…

  • ich habe kein Talent zum...

  • ich habe einfach kein Glück…

  • wenn ich etwas günstiges sehe, kann ich einfach nicht wiederstehen…


oder, du beschimpfst dich selbst:

  • oh, Mensch, bin ich blöd...

  • das kann doch nicht angehen, dass muss ich doch mal kapieren....

  • ich habe es schon wieder getan....

  • ich bin einfach unfähig....

  • ich bin viel zu hässlich um....


Umso häufiger solche Gedanken ablaufen, umso intensiver werden sie in unser "internes Programm" eingebaut.

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